Kommerzialisierung 


Mehr Gewinn für Rhön-Klinikum  

10.06.2010
 

Der Krankenhauskonzern Rhön-Klinikum aus Bad Neustadt/Saale teilte am Mittwoch, 09. Juni 2010 bei der Hauptversammlung in Frankfurt mit, er gehe davon aus, den prognostizierten Umsatz von etwa 2,6 Milliarden Euro dieses Jahr zu erreichen. Im Jahr 2009 setzte die im MDax notierte Rhön-Klinikum AG in deren 53 Häusern 2,3 Milliarden Euro um und erzielte damit einen Gewinn von 131,7 Millionen Euro. Mit 36.885 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wurden 2009 etwa 1,8 Millionen Patienten behandelt.

Für das Jahr 2010 wird ein Konzerngewinn von etwa 145 Millionen Euro erwartet. Im Jahr 2006 kaufte das 1973 gegründete Unternehmen die Universitätsklinikum Gießen und Marburg GmbH und führt nach einer Kapitalerhöhung 2009 Verhandlungen mit potenziellen Übernahmekandidaten. Dies sind meist Krankenhäuser, die finanzielle Probleme haben. (vgl.: Kreis-Anzeiger v. 10.06.2010)

Nach dem Streik der Ärzte an kommunalen Kliniken und der nun beschlossenen Lohnzuwächse steht zu erwarten, dass das Rhön-Klinikum eine reiche Angebotspalette vorfinden wird. Viele dieser Kliniken der öffentlichen Hand sind inzwischen schrottreif gespart und versprechen fette Beute.

Schon 2006 gerieten die Rhön-Kliniken ins Gerede. Damals wurde klar, was es heißt, Mitarbeiter/In an der Rhön-Klinik zu sein: Haustarif zu schlechteren Bedingungen und unbezahlte Sonderurlaube etcpp. Wie sonst machen privatisierte Krankenhauskonzerne Rendite – als durch mehr Ausbeutung der bei ihnen Beschäftigten 
(vgl.: FAZ.Net http://www.faz.net/s/Rub8D05117E1AC946F5BB438374CCC294CC/
Doc~EEA70F7DA911041DCBCD1B4C0D21C4B01~ATpl~Ecommon~Scontent.html
)

Patienten berichteten uns jüngst über nachlassende Behandlungsqualität in diversen privatisierten Kliniken, nachdem sie zunächst keine Versorgungslücken bemerkt hatten.

 

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Mediclin macht Gewinn

 

Der börsennotierte Klinikbetreiber Mediclin in Frankfurt und Offenburg hat im ersten Halbjahr 2005 wieder Gewinn erwirtschaftet. Das Unternehmen teilte mit, daß es seinen Umsatz auf 181,4 Millionen Euro steigern konnte. Dies seien 6,7 Millionen Euro mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Im ersten Halbjahr 2004 hatte Mediclin noch ein Minus von 4,2 Millionen Euro ausgewiesen. Die Mediclin AG ist nach eigenen Angaben mit 7700 Betten einer der größten Klinikbetreiber Deutschlands.

(Quelle: FAZ vom 13.08.2005)

 

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Helios steigert den Umsatz

 

Die Helios-Kliniken GmbH, Fulda, hat den Umsatz gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 539 auf 592 Millionen Euro gesteigert. Dies ergebe sich aus der Konsolidierung des Berliner Helios Klinikums Emil von Behring. Das Ergebnis nach Zinsen, Steuern und Abschreibungen sank von 27,6 auf 27,1 Millionen Euro.

(Quelle: FAZ vom 13.08.05)

Die Helios Kliniken wurden zwischenzeitlich an Fresenius verkauft. 

Die Konzentration auf wenige Krankenhauskonzerne hat damit erheblich zugenommen.

 

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Gründung eines Ethikkomitees

 

In den Horst-Schmidt-Kliniken Wiesbaden hat sich ein Ethikkomitee gegründet. Nach amerikanischem Vorbild entstehen auch in Deutschland immer mehr solcher Einrichtungen. Dies ist u.a. dem Kostendruck im Gesundheitswesen zu zuschreiben. Patienten und deren Angehörige befürchten immer mehr, dass aus finanziellen Gründen Therapien vorenthalten werden könnten.

Im Gegensatz zu Ethikkommissionen, welche sich mit der ethischen und rechtlichen Zulässigkeit medizinischer Forschung am Menschen befasst, sieht sich das Ethikkomitee in den Horst-Schmidt-Kliniken selbst: "als Plattform für Auseinandersetzung mit ethischen Fragen des klinischen Alltags." Sie wollen Entscheidungshilfe in medizinischen Grenzsituationen leisten . So zum Beispiel bei Therapiebegrenzungen und Patientenverfügungen.

Die Einrichtung können Patienten, deren Vertretungsberechtigte sowie Mitarbeiter der Klinik in Anspruch nehmen. Das Komitee werde dann bei der Suche nach einer "ethisch begründeten und für alle Beteiligten nachvollziehbaren Entscheidung" helfen. Die Behandlung eines Patienten wird hier jedoch nicht entschieden. Vielmehr kann ein Antrag auf Behandlung bei einer speziellen Thematik wegen fehlender Zuständigkeit auch abgelehnt werden.

Dem Ethikkomitee, unter der Leitung des Direktors des Institutes für Arbeitsmedizin, Prävention und Gesundheitsförderung, Thomas Weber, gehören elf Mitglieder aus unterschiedlichen Berufsgruppen an. Unter anderem Ärzte, Pflegekräfte, ein Klinikseelsorger und ein Apotheker. Sie wurden von der Geschäftsleitung in dieses Gremium berufen.

Die Praxis wird zeigen, ob das Ethikkomitee hält, was es verspricht.

Quelle: FAZ vom 07.02.2005

 

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Attac, konsequente Kommerzialisierung

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Meier, Wie Krankheit gesundprivatisiert wird

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Fast jeder dritte Arzt muss gehen

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Mit Teamarbeit gegen Defizite im Klinikhaushalt

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Böge, Kartelle KKH

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